FF-Blog
Hier gibt es fesche Fotos von Fonzi und infame Frechheiten von Fuzzy. Es kann aber auch mal umgekehrt sein. Und Gastblogger können auch auftauchen. Kurz: Es ist mit allem zu rechnen.
FF-Blog
Hier gibt es fesche Fotos von Fonzi und infame Frechheiten von Fuzzy. Es kann aber auch mal umgekehrt sein. Und Gastblogger können auch auftauchen. Kurz: Es ist mit allem zu rechnen.

Kleines Werbegeschenk. (Bild: Hans-Jörg Walter)
Im Milchkästchen, dort wo schlaue Kinder (und ihre Eltern) gerne die dreckigen Sandschaufeln und ein paar Extrahosen zwischenlagern, in diesem Milchkästchen lag in den letzten paar Tagen eine Überraschung. Genauer: in den Milchkästchen rund um den Neuweiler-Platz.
Die Überraschung war eine kühle Dose Bier. Eine Art Bier auf jeden Fall, das neue Panaché von Calanda (sie nennen es Radler und schafften es damit in den «Blick») mit nur 2 Promille-Alkoholgehalt. Das und dass der Zitronensaft dem Radler «eine leichte Trübung verschaffe», erfährt man auf der Website von Calanda. Allerdings nur, wenn man ein Geburtsdatum eingibt, das einen älter als 18 Jahre macht.
Die Kinder vom Neuweilerplatz hatten es da einfacher: Sie erhielten die Dose Bier frei Haus geliefert. Das waren sicher lustige Pfingsten.
PS: Eine Anfrage zur Promotion bei Calanda läuft. Eine Antwort ist aber wohl nicht vor Dienstag zu erwarten.
PPS: Mittwoch, 22.5.2013: Die Antwort ist da! Carmen Wyss, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Heineken, gelobt Besserung. Man habe das neue Bier in sechs Städten «breit gesampelt», spricht verteilt, und habe die Dosen auch in Briefkästen gestellt. «Mietverträge können nur von volljährigen Personen abgeschlossen werden und darum hielten wir es für unbedenklich, die Dosen auch in Briefkästen zu deponieren, die ja nur volljährigen Personen gehören können.» Dabei habe man aber nicht bedacht, dass Kinder ebenfalls Zugang zu den Briefkästen haben könnten. «Das haben wir nicht berücksichtigt. In Zukunft werden wir auf solche Aktionen verzichten.»

Bestellt, aber nicht abgeholt. (Bild: Leserreporter)
Mehrere hundert Plakate des Regierungsratskandidaten Anton Lauber liegen neben einem Abfallcontainer. Dies meldet ein Leser der TagesWoche inklusive Beweisfoto vom Gelände einer Druckerei.
Ausgerechnet das Plakat mit dem Slogan «Dynamik in die Regierung» soll verschwinden? Jenes Bild, auf dem Lauber diese Dynamik mit ganzem Körpereinsatz unterstreicht, in dem er auf den Fotografen zuschreitet.
Gut, genau genommen, tut er nur so, als ob. Das beweist die dynamisch kurz geschnittene Krawatte, die kerzengerade vom Hals baumelt. Die zusammengekniffenen Augen hingegen belegen, dass ihm Ironie nicht fremd sein kann: Da schleppt sich einer mühsam durch den Alltag mit prallgefülltem Terminkalender. «Dynamik in die Regierung.» Diese Ironie schien Laubers Wahlkampfteam offenbar doch zu gewagt zu sein. «Denen gefällt das Sujet nicht mehr. Deshalb haben sie die Plakate gar nie abgeholt», habe ihm ein Druckereiangestellter erklärt, so der TagesWoche-Leser.
«Falsch», sagt Laubers Wahlkampfleiter Marc Scherrer. Die Plakate würden zwar tatsächlich nicht mehr aufgehängt, aber nicht weil sie schlecht seien, sondern nur weil Lauber darauf schlecht erkennbar sei. Für Standaktionen, bei welchen die Leute näher ans Plakat herankommen, werde das Sujet weiter benutzt. Dazu brauche es noch rund 80 Stück. Da ist der Stapel neben dem Abfallcontainer mit geschätzt ein paar hundert Plakaten grosszügig bemessen.
Das Steinbühlmätteli und der Schützenmattpark waren heute Ziel für einen Fotospaziergang. Damit das langweilige Grün visuell was hergibt, habe ich mir einen neuen Filter zugelegt. Sogar Littmanns Altmetall wirkt mit dieser Technik ganz pasabel.

Der Sommer kann kommen! (Bild: Yen Duong)
Vorbei sind die Zeiten, als unsere Schugger noch unauffällige Give-aways wie «Mässmogge» und «117»-Schlüsselanhänger verteilten. In der heutigen Zeit braucht es schon ein bisschen mehr (Action), um die Bevölkerung zu beeindrucken. Etwas Aussergewöhnliches hat sich deshalb die Kreativabteilung von Sicherheitsdirektor Baschi Dürr einfallen lassen. Nach dem Sommerferien werden seine Polizisten flächendeckend Schrillalarme mit LED-Lampe an das Volk abgeben. Für ein sicheres Gefühl in erster Linie. Gut möglich aber, dass einige darin auch ein Spielzeug sehen.
Wie viele Taschenalarme produziert werden und wie viel das insgesamt kostet, war im Justiz- und Sicherheitsdepartement nicht in Erfahrung zu bringen. Man befinde sich erst in der Beschaffungsphase, heisst es.
Klar ist einzig, dass das «superlaute» (115db!) Teil seine Wirkung nicht verfehlen wird. Bei uns auf der Redaktion zumindest löst alleine der Anblick dieses Give-aways leichtes Entsetzen aus. Und wir sind gespannt, wie manche Kreise der Bevölkerung, die bereits heute sensibel auf laue Sommerabende am Rhein, Outdoor-Partys, Konzerte oder Strassenmusikkanten reagieren, künftig mit diesem Geräusch klarkommen werden:

Skifahren statt demonstrieren. Die junge CVP setzt sich für die wirklich wichtigen Dinge ein. (Bild: Nils Fisch)
Der Donnerstagmorgen beginnt mit einer Überraschung: Es gibt in Basel tatsächlich eine junge CVP. Hört hört! Der politische Arm des Blauring (In der Zwischenzeit hat uns der Blauring erreicht. Und dieser distanziert sich - verständlicherweise! – von irgendwelchen Verbindungen zur jungen CVP.) Item, diese junge CVP ist eine gesegnete Kampftruppe vor dem Herrn. Und eine verflucht schnelle. Am 2. Mai, nur einen Tag nach dem 1. Mai, senden uns die jungen Christdemokraten eine Medienmitteilung mit dem beinah unchristlich reisserischen Titel «Der 1. Mai gehört abgeschafft».
Abgesehen davon, dass der Zolli ohne einen 1. Mai erst am 2. Mai eine halbe Stunde länger geöffnet wäre (wir vertiefen das nicht an dieser Stelle, ist etwas verwirrend), hätte so ein abgeschaffter 1. Mai auch sonst ungemein viele Vorteile. Man könnte beispielsweise, so die bestechende Logik der jungen CVP, den 1. Mai mit einem freien 2. August austauschen – und hätte so alle Zeit der Welt, sich auch am Abend des 1. August am Rheinbord so richtig abzuschiessen.
Oder man macht aus dem 1. Mai einen 2. Januar. Das würde «ausgiebigere Neujahrsfeierlichkeiten oder einen längeren Skiurlaub für alle ermöglichen», heisst es im Schreiben.
Wir können es uns auch alle leisten. Denn für die Junge CVP Basel-Stadt ist klar, «dass offenbar für Gewerkschaften und SP die Entwicklung rund um ein Besserstellen der Arbeitnehmenden abgeschlossen ist und der 1. Mai seine Daseinsberechtigung verloren hat.» Der Beweis für die Junge CVP: Es sei bei diesem 1. Mai «nur noch» darum gegangen, mit Neid und Missgunst über Besserverdienende und insbesondere Topmanager herzuziehen.
Nun ja. Das ist auch eine Variante, sich an der Debatte über die Verteilungsgerechtigkeit in der Schweiz zu beteiligen: Man fährt gepflegt in die geistigen Ski-Ferien.
Ausgerechnet Buckten. Ausgerechnet in jener kleiner Gemeinde kurz vor dem Hauenstein, die ich gegen den Politchef der BaZ so leidenschaftlich verteidigt habe. Wegen aufgeschlossen und so («Remember Kupfersiedlung»!). Aber gegen einen Mitsubishi Galant (respektive dessen Fahrer) ist keine Gemeinde knapp unterhalb der Baumgrenze gefeit.
Und dort prangt er dann, der Kleber. Ist ja eigentlich nur konsequent von den Gegnern der Fusion auf eine Werbekampagne aus den 60er-Jahren zurückzugreifen. Glauben Sie mir: Wenn dann irgendwann tatsächlich über die Wiedervereinigung abgestimmt werden sollte, dann wird das ein Abstimmungskampf aus der Vergangenheit. Mitten drin: der Kleber. Das Design ist gleich wie damals, der Spruch ist gleich wie damals (von der neuen Rechtschreibung unbeleckt), neu dazu gekommen ist nur ein Hinweis auf eine Seite im Internet. Auf dieser Seite liest man Argumente wie das folgende: «Die Kultur wird im Baselbiet völlig anders gemacht und genossen als in der Stadt, wo doch (nebst der Fasnacht) eher nur ein Kulturkonsum besteht.» Oder: «Das Baselbiet hat ausgereifte Strukturen, der Stadt fehlt eine eigenständige Organisationsstruktur.»
Ach du meine Güte. Die Städter sind übrigens keinen Dreck besser. Während die Baselbieter Argumente gegen eine Fusion zwischen den Zeilen «hochnäsig!» und «arrogant!» andeuten, sind es bei den Städtern mal besser, mal schlechter versteckte «Alles Hinterwälder!»-Hinweise.
Dabei waren es genau die Kleber an den Heckscheiben der Autos vor der Abstimmung über die Wiedervereinigung 1969, die die Aufgeschlossenheit der Fusions-Gegner zeigen sollten. Auf der Website der Baselbieter Geschichte heisst es: «Wer sich einen Wagen leisten konnte, hatte es zu etwas gebracht und galt als aufgeschlossen. Wer ein Auto fuhr und für die Selbständigkeit des Kantons eintrat, konnte nicht rückständig sein.»
Die Kleber waren so populär, dass kurz vor der Abstimmung die Gegner in Basel-Stadt ein Gegenstück produzierten, auf dem nur «… mir au» zu lesen war. «Mir au» gilt im Moment in erster Linie für bürgerliche Baselbieter Politiker, die den Kleber unter das Volk bringen. An der Wahlfeier von Thomas Weber prangte der Kleber statt auf einer Stossstange auf dem Busen von FDP-Präsidentin Christine Frey. Und nach, normalerweise gut unterrichteten Quellen, soll auch der Urbaselbieter Adrian Ballmer sein Bekenntnis gleich in mehreren Ausführungen vor sich hertragen. Einmal auf seiner Mappe, einmal auf seinem Smart. Ja, Ballmer fährt Smart. Obwohl wir uns ihn auch gut in einem Mitsubishi Galant vorstellen können.

Mit Wechsel oder ohne – zumindest die Müllberge sind noch die selben. (Bild: Nils Fisch)
Wie jeder gute Plan im Zeitalter der Wirtschaftlichkeit war die Idee der Verwaltung ganz simpel: Effizienz steigern, Geld sparen. Dumm nur, dass die Stadtreinigung bei der Umstellung der Abfall-Abfuhrtage in der Innenstadt eine Kleinigkeit übersah: viele Läden haben am Montag geschlossen.
Ganz unschweizerisch haben die Besitzer kleiner Läden und Coiffeursalons – die nun auch am Montag, an welchem ihr Laden bislang geschlossen war, ins Geschäft fahren dürfen – allerdings nicht die Faust im Sack gemacht, sondern auf den Tisch gehauen.
Ganz schweizerisch hat die Stadtreinigung ihre Effizienz-Steigerung sein lassen und prompt reagiert: «Aufgrund von Rückmeldungen von Gewerbebetrieben im Bereich der Innenstadt», schreibt die Stadtreinigung in einem Brief an die Betroffenen im Gebiet Innenstadt, «möchten wir Sie mit diesem Schreiben über zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten für den Abfuhrtag am Montag informieren.»
Ganz unbürokratisch wird zunächst mal die Kehrichttour neuerdings erst ab 9.30 Uhr durchgeführt. «Somit besteht für Sie die Möglichkeit, den Bebbi-Sagg noch rechtzeitig am gleichen Morgen bereit zu stellen», schreibt die Stadtverwaltung weiter. «Wie grosszügig!», werden sich nun all jene denken, die nun nicht am Sonntag ins am Montag geschlossene Geschäft fahren müssen, sondern erst am Montag.
Aber die Faust der Gewerbler (mindestens zehn Beschwerden gingen ein) knallte offensichtlich auf den Tisch der Verwaltung, denn für all die «Ladengeschäfte, die am Montag geschlossen haben bzw. erst am Montagnachmittag öffnen und dringend gleichentags eine Entsorgungsmöglichkeit benötigen» hat sich die Stadt auch etwas einfallen lassen: Sie dürfen sich telefonisch bei der Stadtreinigung melden. «Wir sind sicher, dass wir auch für Ihre spezifischen Bedürfnisse eine zufriedenstellende Lösung finden werden.»
«Hää?», werden sich clevere Bürger jetzt womöglich denken, «wo ist denn da die gesteigerte Effizenz?» Irgendeine Rechnung wird es bestimmt geben, sicherheitshalber dürfen Sie aber ganz schweizerisch den Kopf trotzdem darüber schütteln. Vor allem angesichts der zweiten Begründung für den Wechsel: «Der Wechsel ist aber auch fair. Bislang mussten beispielsweise Läden in den Aussenquartieren auch ihren Abfall am Montag rausstellen, jetzt sind halt wenige in der Innenstadt dran.»
Nach dem Wechsel der Abfuhrtage konnte man zumindest noch sagen: Fair enough. Warum sollen nur wenige mit Unannehmlichkeiten zu kämpfen haben, wenn es auch viele sein können. Aber nun?
« «Sodeli, das WC-Problem am Basel Tattoo ist gelöst», schrieb die TagesWoche gestern [...] » Lesen | zum Blog
« Auf Hinweis eines netten Lesers hin habe ich mich entschlossen, ab sofort eine Punktewertung [...] » Lesen | zum Blog
« Sibylle Brunner hat für ihre Leistung in dem liebevollen Film von Marcel Gisler einen [...] » Lesen | zum Blog
« Ai Weiweis Grossmutter? Brad Pitts Unterhose? Anna Wintours Sonnenbrille? Kunst? Ich weiss [...] » Lesen | zum Blog
« Während im Grossbasel die Ente in den Brunnen steigt fliegt sie bei uns im Kleinbasel aufs [...] » Lesen | zum Blog