Listomania
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Er spielte in Filmen, die zu den besten der Geschichte gehören. Und zwar in so vielen, dass man sie fast nicht mehr zählen kann. Selten in der Hauptrolle, aber immer brilliant. Und er war sich nie zu schade, den fiesesten Schurken zu geben. Ernest Borgnine ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Ein kleiner Überblick über die immense Vielfalt seines schauspielerischen Schaffens:
Der wohl bekannteste Streifen, in dem Borgnine mitspielte, ist Robert Aldrichs Kriegsfilm «The Dirty Dozen» (Das dreckige Dutzend) von 1967. Hier ist Borgnine unter anderem an der Seite von Lee Marvin, John Cassavetes, Charles Bronson, Donald Sutherland und Telly Savalas zu sehen.
Ein Staraufgebot sondergleichen gab es schon in «From Here to Eternity» (Verdammt in alle Ewigkeit) von Fred Zinnemann aus dem Jahr 1953: Montgomery Clift, Burt Lancaster, Deborah Kerr, Frank Sinatra, um nur die wichtigsten zu nennen. Der Film wurde mit 8 Oscars prämiert, Borgnine, der Sgt. Fatso Judson spielte, bekam keinen.
Den Oscar bekam Ernest Borgnine dann für die Hauptrolle in «Marty» (1955) von Delbert Mann, in dem er an der Seite von Betsy Blair spielte. Einen kleinen Clip von der Oscar-Verleihung gibt es hier. Borgnine bekam das Männchen von Grace Kelly herself. Die Ansage für diesen Trailer macht kein Geringerer als Burt Lancaster:
4. The Flight of the Phoenix
Ein weiterer Klassiker, in dem Robert Aldrich auf die Qualitäten Borgnines zurückgriff, war «The Flight of the Phoenix» (Der Flug der Phönix). Wieder spielte Borgnine in einem Top-Ensemble mit James Stewart, Richard Attenborough, Peter Finch und Hardy Krueger. Und wie eigentlich immer hatte er nicht die Hauptrolle.
Hätten Sie gewusst, dass Ernest Borgnine auch in John Carpenters «Escape from New York», besser bekannt vielleicht unter dem deutschen Titel «Die Klapperschlange» spielte? Es sei Ihnen nachgesehen. Dass einem nur Kurt Russell als Snake Plissken in Erinnerung geblieben ist, ist absolut verständlich.
Borgnine war auch in Fernsehserien zu sehen – natürlich in Nebenrollen. Die bekannteste war «Airwolf» von Donald P. Bellisario, der auch «Magnum» und hunderttausend andere Produktionen zu verantworten hat. Den Trailer kann man hier anschauen. Wir haben uns für Borgnines Auftritt in «The Simpsons» in der Folge «Boy Soutz 'N the Hood» entschieden:
Der beste Film, in dem man überhaupt mitgemacht haben kann, ist «The Wild Bunch» (1969) von Sam Peckinpah. tötet Borgnine 26 Leute. Womit er zu den Harmlosen der vier Schurken zählt, wie dieser Kill count belegt:
Für Ernest Borgnine war «The Wild Bunch» ein durchaus moralischer Film, wie wir bei Wikipedia nachlesen können: «Because to me, every picture should have some kind of a moral to it. I feel that when we used to watch old pictures, as we still do I'm sure, the bad guys always got it in the end and the good guys always won out.» Word!
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