Wochengedicht
Wochengedicht
Immer wieder rechnest du nach,
weil du, was ich doch nicht tue,
für Kommen und Gehen,
für Geben und Nehmen hältst;
du bist es, der kommt und geht,
der gibt und nimmt und rechnet,
indes ich spurlos bleibe, ungezählt
mit leeren Händen.
Wer spricht denn da? Das ist die Frage, die das Gedicht und der Autor an Sie stellen. Helwig Brunners Band «Die Sicht der Dinge. Rätselgedichte» lässt Dinge sprechen, die wir herausfinden sollen. Während die Antwort jeweils unten an der Seite angegeben ist, wird sie hier nicht verraten. Wer/was also ist es, dessen/deren Tätigkeit wir für Kommen und Gehen, für Geben und Nehmen halten — eine Tätigkeit, die wir uns zudem nur einbilden?
Melden Sie sich mittels Kommentarfunktion, wenn Sie die Antwort wissen, zu haben glauben (vielleicht gibt es mehrere?) oder wenn Sie über dem Suchen verzweifeln. Unter allen richtigen Antworten verlosen wir ein Jahres-Abonnement der gedruckten TagesWoche. Die Auflösung erfolgt aus diesem Grund frühestens am 20. August, an dieser Stelle. Viel Spass beim lyrischen Tüfteln!
Helwig Brunner, geboren 1967 in Istanbul, lebt als Autor und Geschäftsführer eines ökologischen Planungsbüros in Graz. Er hat bisher acht Lyrikbände veröffentlicht. Seine Rätselgedichte erschienen diesen März in der edition keiper. Helwig Brunner ist Mitherausgeber der Grazer Literaturzeitschrift «Lichtungen».
Dunkelheit & Licht.
- von einem Auge ausgesehen -
Das Licht entscheidet wann Dunkelheit entsteht.
Das Licht kommt und geht,
gibt Licht und nimmt Dunkelheit und ein Auge zählt und rechnet die Lichtmomente zusammen.
Die Dunkelheit bleibt spurlos und ist nicht zählbar für das Auge.
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Die Lösung ist: die ZEIT. Ich gratulieren denen, die das Wort erraten haben!
Die Antworten der andern sind allesamt originell und bedenkenswert. Letztlich haben aber alle einen kleinen Haken, an dem der Wortlaut des Gedichts mit der Antwort kollidiert, oder sie sind allzu unbestimmt.
Herzlichen Dank fürs Mitmachen. Bis zum nächsten Gedicht!
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Es kommt und geht und gibt und nimmt die Zeit?
Lieben Dank für die Wochengedichte!
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Ich glaube auch, das ist die Zeit!
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Zeit ist Geld. Aber ungezählt?
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ist es für mich der Ehemann bzw. der Geliebte. Ein Mann.
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Raum und Zeit
Zeit und Ewigkeit
Sein und Haben
Also:
Der Schreiber ist ein Gefäss, undendlich in der Ausdehnung.
Das Du hier ist gebunden an Zeit und Besitz.
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Für mich ist es eine Frau, die über die Beziehung, die zwischen Ihr und Ihrem Partner herrscht, spricht. Der Gebende (vielleicht Geld?) und Nehmende (vielleicht die Frau), ist der Partner. Die die nicht nimmt (weil sie das nicht braucht, was er gibt) und nicht gibt (weil das, was sie gibt, nicht aus ihrem Innern gegeben wird), ist die Partnerin. Spuren hinterlässt sie keine bei Ihm (wenn er sich dann eine andere nimmt). Ein Paar, das sich nicht (mehr) wirklich füreinander interessiert.
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Der Mensch steht demjenigen sprachlos gegenüber, der den Profit vor die Menschlichkeit stellt.
Ich gehe jetzt nicht ganz spurlos, und logge mich aus.
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Dunkelheit & Licht.
- von einem Auge ausgesehen -
Das Licht entscheidet wann Dunkelheit entsteht.
Das Licht kommt und geht,
gibt Licht und nimmt Dunkelheit und ein Auge zählt und rechnet die Lichtmomente zusammen.
Die Dunkelheit bleibt spurlos und ist nicht zählbar für das Auge.
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Ich habe geduldig mit der Zeit gewartet und eine Antwort bekommen:
Die Zeit ist ungezählt und spurlos.
Ich bzw. der Leser zählt, gibt und nimmt, kommt und geht.
Ein Phänomen ist diese Zeit,
und ein Dankeschön geht nicht zu weit.
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Die Lösung ist: die ZEIT. Ich gratulieren denen, die das Wort erraten haben!
Die Antworten der andern sind allesamt originell und bedenkenswert. Letztlich haben aber alle einen kleinen Haken, an dem der Wortlaut des Gedichts mit der Antwort kollidiert, oder sie sind allzu unbestimmt.
Herzlichen Dank fürs Mitmachen. Bis zum nächsten Gedicht!
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