Tara Hill TagesWoche Redaktion
Stellt Fragen, sammelt Eindrücke, schreibt Texte - bevorzugt zu Themen im Bereich Gesellschaft & Kultur.
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Beiträge auf tageswoche.ch: 161
Zum 20. Geburtstag ihres «Permanenten Provisoriums» freuen sich die Mieter des Werkraums Warteck wieder auf bewegtere Zeiten.
16.05.2013 um 16:55Mit seinem Kultroman setzte F. Scott Fitzgerald den «Roaring Twenties» ein bis heute unvergessliches Denkmal – allerdings kein schmeichelhaftes.
11.05.2013 um 17:37Vier Schauspieler machen sich auf die Suche nach ihren Ursprüngen – und finden Vieles, aber keine Unschuld: Marcel Schwalds Theaterperformance «Enfants terribles» wirft bei der Basler Premiere in der Kaserne einen erfrischend ungeschönten Blick auf die Kindheit.
02.05.2013 um 10:07Die erste Ausgabe des Uhu-Festivals auf dem Horniberg wurde im letzten Juli vom Jahrhundertgewitter ertränkt. Nun sucht der junge Verein, der aktuelle elektronische Underground-Klänge mit innovativen visuellen und räumlichen Konzepten verbindet, für die zweite Durchführung nach Investoren, Sponsoren und freiwilligen Helfern für einen Neuanfang – ohne horrendes Defizit.
25.04.2013 um 17:16Vor einem Vierteljahrhundert revolutionierte der «musikalische Molotow-Cocktail» von Public Enemy den Rap. Bis heute bleibt ihr erstes Konzeptalbum in seiner Durchschlagskraft unübertroffen.
20.04.2013 um 14:42«Der Park», Gabriel Vetters Abgesang auf die Schweiz der Zukunft als reine Simulation, als pseudo-idyllischer Rückzugsort für Reiche, feierte am Freitag am Theater Basel Premiere – und wurde von den Zuschauern zu Recht euphorisch bejubelt.
18.04.2013 um 17:44Zum ausverkauften Auftakt der ersten Basler Dokumentartage inszenierte die deutsche Gruppe «She She Pop» die geteilte Geschichte Deutschlands als rasante Pop-Revue mit Tiefgang: Die Wende wird dabei aus der subjektiven Sicht von sechs Frauen rekonstruiert – und mutiert zum hintergründig-feministischen Sittengemälde.
11.04.2013 um 16:23Das Sinfonieorchester Basel geht in der Kooperation mit Techno-Koryphäe Moritz von Oswald und Pianist Francesco Tristano neue Wege.
04.04.2013 um 17:42Mit dem Festival «It’s the Real Thing» wirft der Basler Regisseur Boris Nikitin nicht nur einen kritischen Blick aufs heutige Theater, sondern auf die Wirklichkeit selbst – mit aufschlussreichen Ergebnissen.
27.03.2013 um 17:06«We Birthday» lautet das Motto zum zweiten Geburtstag des wiedereröffneten Sud: Und das mit Schmackes.
Von Opa Zeno über Mama Messer bis zu Sohnemann Otto Normal: Die Acts der BScene-Familie überzeugten am Samstag durchs Band. Schade nur, dass sich das Publikum des Basler Clubfestivals über weite Strecken des Abends so zurückhaltend zeigte.
14.03.2013 um 17:12Am BScene-Festival drängt halb Basel in die grossen Clubs – an den anderen 363 Tagen spielt die Musik immer öfter in kleinen Kneipen.
13.03.2013 um 14:48Aus der Asche des Schweizer Hip-Hop steigt Goldstaub auf: Mit ihren aktuellen Alben zeigen Greis, TAFS und Manillio der zuvor auf dem Tiefpunkt angelangten Szene den Weg aus der Sackgasse, hin zur Wiedergeburt einer Kunstform: Der Rapper als Poet, Songwriter und Musiker.
07.03.2013 um 17:46Hinter Giacun Caduffs Erfolg steckt knallharte Disziplin. Soeben kämpfte sich der Nachwuchsfilmer beim 46. Engadiner Skimarathon tapfer durch den Neuschnee, um Geld für sein erstes, grosses Spielfilmprojekt zu sammeln.
07.03.2013 um 17:23Das Jahr 2013 markiert einen Umbruch für die Blickfang-Designmesse: Mit dem Umzug vom alternativen nt/Areal in die Glitzerwelt der Messe Basel könnte auch das Publikum der Jungdesigner-Show wechseln.
21.02.2013 um 15:08Der Burghof Lörrach geht mit dem dreitägigen Festival für Musik jenseits des Mainstreams neue Wege.
11.02.2013 um 12:15Papst Benedikt XVI. wird laut einem Sprecher des Vatikans nach dem 28. Februar zurücktreten. Ihm fehle die Kraft für seine anspruchsvolle Aufgabe, sagt Joseph Ratzinger in einer heute vor Kardinälen verlesenen Erklärung.
10.02.2013 um 10:33Yann Marussichs Performance «Glassed» sorgte bei der Präsentation auf der Kleinen Bühne des Theater Basels bei manchem Zuschauer spürbar für Irritation – erwies sich aber gerade im Spiel mit den Emotionen des Publikums als einer der Höhepunkte der «Schweizer Tanztage».
07.02.2013 um 17:43«Morning», die aktuelle Produktion des Jungen Theaters Basel, wirft kritische Fragen auf. Leiter Uwe Heinrich nimmt Stellung zur Gewaltdarstellung im Stück.
31.01.2013 um 18:11Nette Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überallhin: Nie hat sich diese alte Einsicht besser bewahrheitet als bei Les Reines Prochaines, deren demonstrativer Dilettantismus mittlerweile, nach einem Vierteljahrhundert, längst legendär geworden ist.
Mit einer Sause der Superlative verabschiedet sich «Das Schiff» von acht Jahren Clubbetrieb – oder am Ende etwa doch nicht?
27.01.2013 um 16:02«Morning», Sebastian Nüblings jüngste Inszenierung jugendlicher Gewalt am Jungen Theater Basel, wirkt im ersten Moment übelkeitserregend authentisch – und wirft gerade deshalb mit Distanz betrachtet einige kritische Fragen auf.
24.01.2013 um 16:00Vor 50 Jahren revolutionierte «Der rosarote Panther» das Genre der Komödie – und noch viel mehr.
19.01.2013 um 08:09Wer sich aus der warmen Stube in die eisige Kälte wagte, konnte gestern in den Basler Museen so einiges erleben. Die 13. Museumsnacht lockte mit insgesamt 200 attraktiven Programmpunkten – die TagesWoche hat ein paar davon besucht.
17.01.2013 um 16:18Das Haus für elektronische Künste geht mit der Ausstellung «Digital Art Works» den Tücken der Konservierung digitaler Kunstwerke nach.
10.01.2013 um 15:59150 Jahre alt wird die London Underground heuer, 100 Lenze zählt das untrennbar mit ihr verbundene Logo.
27.12.2012 um 14:33Den klaren Favoriten sucht man vergeblich. Aber ordentlich was los ist doch an Silvester. Ein Überblick.
27.12.2012 um 14:20Wer eh nicht bis Alpha Centauri kommt, kann ruhig auch mal liegen bleiben – und so die letzte Antwort finden.
20.12.2012 um 20:38Die Kulturredaktion der TagesWoche schaut zurück auf 2012 – und wirft zudem einen Blick in die Zukunft.
13.12.2012 um 14:01Auch ein Vierteljahrhundert nachdem die Spielkonsole ihren Siegeszug durch hiesige Stuben startete, bleibt Nintendos Latzhosenträger der Liebling der globalen Game-Gemeinde.
«Mittlerweile ist hinreichend belegt, dass man spielerisch am besten lernt», sagt Beat Suter, Dozent für Game Design an der Zürcher Hochschule der Künste. Obschon er sich über die Zunahme an Lern- und Therapiespielen freut: Auch für ihn darf der Spass nicht fehlen. Suter würde zu Weihnachten die neue Version von Super Mario verschenken.
06.12.2012 um 18:28Die mondäne Millionenmetropole am Finnischen Meerbusen ist mehr als einen Wochenendtrip wert.
06.12.2012 um 09:56MC Pyro veröffentlicht am Freitag mit «Schatteboxe» das erste durch Crowdfunding finanzierte Basler Rap-Album. Im Gespräch mit der TagesWoche erzählt er warum.
02.12.2012 um 08:42In einem Jux-Video, das Youtube erobert, sammeln Afrikaner für die Adventszeit Heizkörper für das kältegeplagte Norwegen. Die vermeintliche Scherzaktion hat mit der Debatte um «Poverty Porn» allerdings einen ernsten Hintergrund – doch es geht auch anders, wie ausgerechnet die Produktionsfirma von Justin Biebers Videoclips beweist.
15.11.2012 um 19:18Zum Abschluss der diesjährigen Ausgabe der Avo Session zeigte sich Rod Stewart von seiner charmantesten Seite – was man hingegen leider nicht von allen Anwesenden behaupten kann.
15.11.2012 um 16:17Dass manche Träume besser Schäume bleiben, zeigt ein neues Performance-Projekt im Theater Roxy.
09.11.2012 um 00:01Ob Skaterrampe, Rockalbum oder Buchprojekt: Immer mehr Basler Kulturschaffende versuchen, ihre Projekte via Crowdfunding-Plattformen wie «We Make It» oder «100 Days» zu realisieren. Doch bietet Crowdfunding auch längerfristig eine Alternative zur herkömmlichen Kulturfinanzierung? Die TagesWoche hat sich bei den Portalbetreibern, beim Kanton und bei Basler Kulturschaffenden umgehört.
07.11.2012 um 19:43Im Rahmen des diesjährigen «Culturescapes»-Schwerpunkts Moskau brach das Sinfonieorchester Basel vergangene Woche zu einer viertägigen Russlandreise auf. TagesWoche-Redaktorin Tara Hill durfte die Basler Delegation auf ihrer abenteuerlichen Exkursion nach St. Petersburg und Moskau begleiten.
26.10.2012 um 00:01Das türkisch-schweizerische Immigranten-Popwunder macht am Samstag erstmals im Sud Zwischenhalt.
19.10.2012 um 00:01Am Samstag feiert der 80-minütige Monster-Track «1 City 1 Song» seine Live-Premiere: 147 Basler Rapper haben daran mitgewirkt.
Zum 70. Geburtstag der Basler Freizeitaktion (BFA) nimmt Geschäftsführer George Hennig im TagesWoche-Interview Stellung zum geplanten Namenswechsel, zu den Brennpunkten der Basler Jugendarbeit und zur Jubiläumsrevue «fyrimmerjung», welche dieses Wochenende im Basler Schauspielhaus aufgeführt wird.
10.10.2012 um 07:30Ein verändertes Ausgehverhalten, die Konkurrenz durch Zwischennutzungen sowie das Stigma des «Kindergartens»: All das nagt an der altehrwürdigen Institution Sommercasino. Zum 50. Geburtstag muss sich das bekannteste Jugendhaus der Stadt Basel neu erfinden.
05.10.2012 um 17:16Der Techno-Veteran Sascha Funke schafft mit seiner Frau Julienne Dessagne als «Saschienne» Club-Hits für Frischverliebte – heute Abend live zu hören im Basler Hinterhof.
05.10.2012 um 00:01Der Techno-Veteran Sascha Funke schafft mit seiner Frau Julienne Dessagne Club-Hits für Frischverliebte.
04.10.2012 um 15:03Das installative Theaterstück «Militär/Kultur/Spionage» erzählt die Geschichte der Kaserne neu – als rätselhafte Vermischung von Vergangenheit und Zukunft.
27.09.2012 um 19:48Lady Gaga lüftet den Schleier – und zeigt beim ersten von zwei ausverkauften Konzerten im Zürcher Hallenstadion erstmals den Menschen hinter der Gaga-Maschine.
27.09.2012 um 15:17Baschi Hausmann (Ex-Lovebugs) erfindet sich neu: Heute Abend feiert er Premiere als Host von «The International Comedy Club» in der Kuppel.
20.09.2012 um 13:54Lust auf Risiko, Mut zur Nische: Direktorin Carena Schlewitt verlängert vorzeitig – und schärft in der nächsten Saison das Kasernen-Profil weiter. Lesen Sie hier, was sie bis im Frühjahr im Kleinbasler Dreispartenhaus erwartet.
19.09.2012 um 20:55Nationalrat Christoph Mörgeli wusste laut «Rundschau» schon fast ein Jahr lang von der Kritik an seiner beruflichen Leistung. Dennoch macht er nach wie vor «politische Gründe» dafür verantwortlich, dass er «weggemobbt» werden soll. Die Entscheidung über eine allfällige Entlassung fällt am Freitag.
07.09.2012 um 00:01Vor 15 Jahren setzten Portishead ihrer unvergleichlichen Musique Noir ein Denkmal: In Cinemascope.
Heute geht der Jungle Street Groove zum 14. Mal über die Bühne. Nicht nur die Wetterprognosen sind wolkig: Auch die Organisatoren der alternativen Basler Strassenparade wurden im Vorfeld vom Kanton im Regen stehen gelassen. Dennoch geben sie sich optimistisch – und kämpferisch.
31.08.2012 um 00:01100 Jahre nach John Cages Geburt: Welches Erbe hinterlässt der prägende Klangkünstler des 20. Jahrhunderts? Die TagesWoche hat mit Musikprofessor Mike Svoboda, Komponist Werner Bärtschi und Elektronikkünstler Dada Global drei ganz unterschiedliche Cage-Experten um eine Einschätzung gebeten.
24.08.2012 um 00:01Elektronische Musik feiert in den USA als EDM zurzeit eine spektakuläre Wiedergeburt – allerdings jenseits von Szene, Tradition und gutem Geschmack.
17.08.2012 um 00:01Das Depot Basel will Design neu denken: Eine Herausforderung – sowohl für die jungen Macher des Pionierprojekts, wie auch für die Kreativstadt Basel.
11.08.2012 um 15:16Für die dritte Ausgabe von «Viva con Agua» mussten die Organisatoren den Fuss vom Basspedal nehmen – was Stimmung und Spass rund ums kühle Nass auf dem Kasernenareal aber keineswegs bremste. Heute geht das Festival für sauberes Trinkwasser mit dem «Surprise Act» Lovebugs und dem Londoner Trio We Have Band in die Verlängerung.
10.08.2012 um 00:01Mit Konzerten von Headlinern wie Horace Andy und We Have Band wird für sauberes Trinkwasser sensibilisiert.
10.08.2012 um 00:01Mit Konzerten von Headlinern wie Horace Andy und We Have Band wird für sauberes Trinkwasser sensibilisiert.
03.08.2012 um 09:50Er tut es tatsächlich: Elia Rediger, streitbarer Kopf der Basler Band The bianca Story, will bei den Regierungsratswahlen im Herbst gegen den amtierenden Stadtpräsidenten Guy Morin antreten. Im Interview mit der TagesWoche erklärt der Künstler warum.
03.08.2012 um 00:01Die Berliner Feier-Dok «Tage ausserhalb der Zeit» feiert im Basler Hinterhof Schweizer Premiere.
03.08.2012 um 00:01Die Berliner Feier-Dok «Tage ausserhalb der Zeit» feiert im Basler Hinterhof Schweizer Premiere.
Im August bieten mit Kulturfloss, «Stadtmusik» und «Viva con Agua» gleich drei Festivals kostenlose Freiluftkonzerte fürs Basler Publikum. Wie kann das funktionieren?
23.07.2012 um 17:41Die Rockikone Lenny Kravitz strafte auf dem Lörracher Marktplatz mit einer Parforce-Performance alle Kritiker Lügen und lieferte den fulminanten Höhepunkt des bisherigen Stimmen-Festivals.
21.07.2012 um 17:27Mit der erstmaligen Verpflichtung von Celtic-Folk-Queen Loreena McKennitt gelang dem «Stimmen»-Festival ein kleiner Coup. Und die königliche Kanadierin mit der kristallklaren Stimme enttäuschte nicht, sondern bezirzte das begeisterte Publikum auf dem Lörracher Marktplatz trotz Dauerregen mit einem furiosen zweistündigen Auftritt.
16.07.2012 um 17:43Das 46. «Montreux Jazz Festival» bestach mit Konzerten auf zumeist herausragendem Niveau – am letzten Wochenende etwa von Chic-Frontmann Nile Rodgers, Disco-Amazone Grace Jones und Nachwuchshoffnung Janelle Monae. Das Festival kämpft aber gleichzeitig gegen immer lauter werdende Nebengeräusche.
13.07.2012 um 00:01Berlin gilt als neues Kreativmekka. Doch wie lebt es sich «arm, aber sexy»? Die TagesWoche hat Schweizer Künstler im Exil besucht.
29.06.2012 um 01:00Ihr Schweizer Konzert im Steinbruch von St. Triphon wurde auf den 20. September 2012 verschoben: Wir schüren die Vorfreude mit dem Albumklassiker von Radiohead.
23.06.2012 um 09:04Als das Basler Nachtleben noch vor Opulenz blühte: Eine Fotoausstellung im Plattfon erinnert an den Basler Besuch von New Yorker «Ballköniginnen» der etwas anderen Art. Anlässlich der Eröffnung des Basler «Bimbotown» 1994 gaben sich die Queens der New Yorker «Ballroom»-Szene auch auf einem hiesigen Laufsteg die Ehre.
21.06.2012 um 11:18Die Theaterproduktion «What You See Is Not What You Get» läuft zurzeit am Theater Roxy in Birsfelden. In diesem etwas anderen Interview nimmt Hauptdarsteller Patrick Gusset Stellung zu seinem neusten Stück.
15.06.2012 um 00:01Die Gleichstellung von Homosexuellen hat in den letzten Jahren wichtige Hürden genommen. Probleme gibt es aber immer noch zu bewältigen. «Gay Basel»-Aktivist Johannes Sieber und der Basler FDP-Präsident Daniel Stolz über Coming-outs, gesellschaftliche Probleme und politische Ziele der Schwulen.
14.06.2012 um 15:45Als Saisonhöhepunkt zeigt das Theater Basel das Gastspiel «The Life and Death of Marina Abramovic»: Ein atemberaubender, audiovisueller Theaterrausch, bei dem Licht und Schatten nahe beieinander liegen.
Marina Abramovic ist die berühmteste und umstrittenste Performancekünstlerin der Gegenwart. Im August spielte sie am Theater Basel ihre Paraderolle: sich selbst. Die TagesWoche sprach davor exklusiv mit Marina Abramovic.
08.06.2012 um 00:01Die Stadt und die Art Basel waren 42 Jahre lang ein schönes Paar. Nun werden erste kritische Töne hörbar.
08.06.2012 um 00:01Die Partyszene ist in Bewegung, die Nachfrage nach DJs steigt stetig. Wo aber bleiben die Frauen in diesem florierenden Geschäft? Ein Plädoyer für mehr Plattendreherinnen.
07.06.2012 um 19:01Heiss geliebt, hoch verehrt und doch gefürchtet: Die deutsche Techno-Pionierin Ellen Allien hat sich mit «BPitch Control» ein einzigartiges Label-Imperium aufgebaut, das von Musik, Partys und Mode bis zur Bookingagentur reicht. Vor Ihrem Gig am Freitag an der «Bon Voyage» im Basler Nordstern gab sie der TagesWoche ein exklusives Interview.
25.05.2012 um 00:01Ob Trendsetter oder Talentscout: Das erste Basler Schaulaufen der Jungdesigner ist für jeden Modefan Pflicht.
18.05.2012 um 00:01Beim Ruf nach einer Jugendbewilligung fehlt eine Einsicht: Nicht nur die Jugend will.
18.05.2012 um 00:01Viel Krach um Lärm: Der Streit um die Nutzung des öffentlichen Raums zermürbt die Veranstalter und entzweit die Verwaltung. Damit könnte sich das Thema Kulturlärm für Basels rot-grüne Regierung zur Zerreissprobe entwickeln.
11.05.2012 um 13:45Marc-Uwe Kling kämpft sich bei tropischen Temperaturen im ausverkauften Parterre tapfer durch sein «Känguru Manifest-3D»-Soloprogramm – und gleicht vorzeitige Ermattungserscheinungen mit entwaffnender Ehrlichkeit aus.
09.05.2012 um 07:00Farnaz Seifi war eine der ersten Bloggerinnen im Iran und eine führende Stimme der Feministinnen in ihrer Heimat. Ihr Aktivismus führte sie zuerst ins Foltergefängnis und dann ins Exil. Jetzt kommt mit «Forbidden Voices» ein Film über sie ins Kino. Im Interview mit der TagesWoche erklärt sie, warum sie es wieder tun würde.
06.05.2012 um 22:10Zum Weltrotkreuztag spielte das kultverdächtige Berliner Electropop-Trio Pupkulies & Rebecca im Sud auf – und liess mit seiner unvergleichlichen Leichtigkeit des Seins für einen Moment alles Elend der Welt vergessen.
Der Regentanz im Zauberwald bis zur Morgensonne muss gar nicht verboten sein – der Verein «Fangorn Kultur» macht's vor. Heute Samstag bereits zum fünften Jahr in Folge.
28.04.2012 um 11:09Es sollte eine heisse Party in der ehemaligen Garage an der Grosspeterstrasse werden. Doch dann kam es in der Nacht auf Samstag zu einem massiven Polizeieinsatz, zu Zünseleien und unschönen Auseinandersetzungen.
27.04.2012 um 00:01Ein Jahr nach der Besetzung des Kinderspitals bleiben illegale Open-Air-Partys ein Politikum: Eine «Jugendbewilligung» wie in Zürich ist nicht in Sicht. Die Jungfreisinnigen wollen dies ändern.
21.04.2012 um 11:06Romeo als illegaler Einwanderer, Julia als unglückliche Oberschichtstochter: Das Ballett des Theater Basel erzählt Shakespeares Tragödie «Roméo & Juliette» aus einer ungewohnt politischen Perspektive – und macht den Stoff damit brandaktuell.
16.04.2012 um 15:16Im zweiten Teil des Interviews erzählt uns der Rapper und Mundartpoet Greis, warum er eigentlich kein Musiker ist und in Zukunft vielleicht eine Imbissbude aufmacht.
15.04.2012 um 19:27Der Rapper und Mundartpoet Greis veröffentlicht sein viertes Album «MeLove». Im ersten Teil unseres grossen Gesprächs erzählt der Wahlbasler, wie er eine Blockade überwunden und zu neuer Leichtigkeit gefunden hat.
13.04.2012 um 00:01An der Basler Kurzfilmnacht wird Georg Isenmanns Produktion «Blitzeis» gezeigt. Der bescheidene Jungregisseur bereitet derweil seine Spielfilmpremiere vor.
13.04.2012 um 00:01Im Kino Atelier werden die Perlen des Genres präsentiert: Neben der Premiere von «Blitzeis» auch ein 110-jähriger Stummfilm sowie bei «Upload Cinema» versammelte Youtube-Clips.
13.04.2012 um 00:01Vor 100 Jahren verstarb mit dem Iren Bram Stoker der Begründer des modernen Vampir-Mythos. Doch worum geht's bei «Dracula» eigentlich genau?
05.04.2012 um 00:01Aus aktuellem Anlass eine alte Anekdote aus der Hill'schen Familiengeschichte: Wie mein Urgrossvater sich vor hundert Jahren in Belfast vor dem sicheren Tod auf der Titanic rettete.
Die deutsche Songwriter-Hoffnung Dillon zeigte sich bei ihrem Auftritt im Basler Hinterhof von der düsteren Seite.
24.03.2012 um 17:10Halbzeit für die BScene, Zeit für ein Zwischenfazit: Von Freuden und Leiden des 16. Basler Clubfestivals.
23.03.2012 um 00:01Überall die gleiche Leier: Die Schweizer Kulturveranstalter sprechen vom «Clubsterben». Nur aus Basel klingt es anders.
16.03.2012 um 00:01Zwischen Basel und Hégenheim blüht seit einem Jahrzehnt das Künstlerbiotop «Fabrik Culture».
09.03.2012 um 18:50Maler, Zeichner, Schriftsteller: Jean Willis Werk kennt viele Facetten. Ab Samstag stellt der Exilbasler in seiner alten Heimat aus.
24.02.2012 um 16:49Sydni Deveraux und Scotty The Blue Banny gehören zu den Stars der amerikanischen Burlesque-Szene. Am Samstag treten sie erstmals im Basler Sud auf. Die TagesWoche hat die zwei bezaubernd schrägen Diven vorab getroffen.
24.02.2012 um 14:18Im zweiten Anlauf soll der gescheiterte Quartiertreffpunkt zu einem öffentlichen Forum für die Besitzerin IWB werden. Der Vertrag mit dem «Voltahalle GmbH»-Leiter Anton Marty wurde bereits per Ende 2011 gekündigt.
24.02.2012 um 00:01Kann Ihnen die Fasnacht gestohlen bleiben? Dann sind Sie hier richtig. An diesen Spots kommen Sie garantiert ohne Guggenschränzer und Bängg-Kalauer durch die Nächte bis zum Ändstreich.
24.02.2012 um 00:01Mit seiner Party-Agentur Flamingofarm ist Nic Plésel eine der umtriebigsten Figuren des Basler Nachtlebens geworden. Ein Porträt.
Thumbs Up für Quentin Tarantino! Der unkonventionelle Filmregisseur feiert seinen 50. Geburtstag. Und wir feiern ihn, den Texaner mit Hang zu Hommagen, indem wir sieben grossen Regiearbeiten Revue passieren lassen.
18.02.2013 um 10:22Fast seit einem halben Jahrhundert ist sie Hassobjekt und Reizfigur. Zu ihrem 80. Geburtstag am 18. Februar dreht die TagesWoche im «Listomania»-Blog den Spiess um – und erklärt, warum man Popkultur-Ikone, Performance-Künstlerin und Lennon-Witwe Yoko Ono eigentlich lieben muss.
01.01.2013 um 15:19Wir haben feste Feste gefeiert, bis wir fielen. Wie aber kommen wir aus diesem Loch wieder raus? Indem wir vorausschauen und uns darüber freuen, dass es weitergeht. Tarantino im Kino, Picasso im Museum und Eminem auf den Kopfhörern: Kulturereignisse, von denen wir uns für 2013 etwas versprechen.
31.12.2012 um 17:15Provokationen, die zu reden gaben: Grass’ Gedichte, Knüsels Kulturinfarkt und Pussy Riots Putinkritik. Das Jahr 2012 hielt einige Aufreger parat, von Kulturschaffenden aber auch von Kulturbeamten.
29.12.2012 um 18:13Bond und Batman meldeten sich heuer zurück, ebenso die Stones und McCartney. Auch einige Überraschungen sorgten für Comebacks des Jahres: Da wurde in Basel das wieder auferstandene Theaterfestival gefeiert. Und in Hollywood die Rückkehr des Stummfilms mit dem Oscar-Abräumer «The Artist».
27.12.2012 um 10:43Unvergessliche Songs von Psy oder Lykke Li, fantastische Konzerte von Kraftwerk und Radiohead und Techno im Longplayer-Format: Wir erinnern an 7 Musikereignisse des Jahres 2012.
24.12.2012 um 17:39Was hat uns im Basler Kulturjahr 2012 bewegt? Die TagesWoche präsentiert sieben regionale Kulturereignisse, die besonders auffielen und für Gesprächsstoff sorgten.
23.12.2012 um 11:28Sie verbringen Weihnachten im Schnee? Oder friedlich im Kreis der Familie? Schön! Falls trotzdem mal ein Abstecher vor den TV fällig wird, wir haben sieben Tipps für ein paar nette Stunden – allein, zu zweit, zu vielt – zusammengesucht.
12.07.2012 um 05:10Vor 50 Jahren gaben fünf bleiche Briten im Londoner Marquee Club ihr erstes Konzert: die Rolling Stones. Ihr Firmenjubiläum begehen sie im Stillen. Weshalb wir die Zeit bis zu ihrer nächsten Tour – und die wird kommen, so Mick und Keith wollen – mit einigen unserer Lieblingssongs überbrücken, von «Brown Sugar» bis «Waiting On A Friend».
06.01.2012 um 12:23Am 6. Januar trafen die drei Könige, die dem Stern von Bethlehem gefolgt waren, im Stall ein. Heute würden sie ein solcher Scheinwerfer womöglich in eine Disco führen. Anlässlich des Dreikönigstags präsentieren wir majestätische Musik, von Queen bis zu Les Reines Prochaines. Den King of Pop und den Prince wollen wir auch nicht vergessen. Hier unsere Liste mit 7 royalen Musikern.
Jetzt ist es da, das Jahr 2012. Wir haben gefeiert und Vorsätze gefasst, und morgen geht der Alltag wieder los – auch für die Kulturschaffenden dieser Welt. Sie werden uns in den kommenden zwölf Monaten mit unzähligen tollen Werken beglücken. Wir haben 7 rausgesucht, von denen wir uns besonders viel versprechen.
30.12.2011 um 23:54Wie jedes Jahr hatte auch 2011 neben seinen Höhen seine Tiefen. Ereignisse, die uns aufgeregt haben, Dinge, die einfach nur schlecht waren. Oder Sachen, die uns enttäuscht haben. 7 davon haben wir hier aufgelistet.
29.12.2011 um 23:59Unzählige Bücher werfen die Verlage jedes Jahr auf den Markt, bessere und schlechtere. Mit welchen Büchern haben wir uns 2011 im Sessel verkrochen? Welche Geschichte hat uns nicht mehr losgelassen, welche uns etwas gelehrt, welche uns zum Lachen gebracht? Eine äusserst subjektive Auswahl.
29.12.2011 um 08:19Wir werden sie vermissen. All jene, die in den letzten 12 Monaten von uns gingen. Die keine Filme mehr drehen, keine Songs mehr singen, keine Kunst mehr schaffen werden. 7 Verluste, auf die wir 2011 hätten verzichten können.
27.12.2011 um 23:59Seien wir ehrlich: 2011 wird nicht für einen epochalen Jahrgang in die Geschichte eingehen, was neue Musikalben angeht. Einzelne Lieder? Klar, da gab es viele, auch ergreifende, lustige, tanzbare. Aber ganze Alben? Wir haben ausgemistet und präsentieren hier 7 Platten, die wir immer wieder gerne aus dem Regal zupfen.
26.12.2011 um 01:11Zu welchen Liedern fuhren wir heuer fröhlich pfeifend zur Arbeit, und zu welchen Tracks wetzten wir nachts das Tanzparkett ab? Die Kulturredaktion hat Hunderte Songs gefiltert und sich wie immer in diesem Blog auf sieben beschränkt. Hier ist er, unser Soundtrack zum Jahr.
24.12.2011 um 05:21Was hat uns im Basler Kulturjahr 2011 bewegt? Die TagesWoche präsentiert sieben regionale Kultur-Happenings, die in bester Erinnerung geblieben sind.
Schon erstaunlich, wie sehr sich manche Mitglieder der Szene angegriffen fühlen, wenn man konstatiert, dass die Phase, wo sich Hip-Hop (zunächst) als Trend und (dann) dominierende Subkultur etablierte, vorbei ist, und Rap wieder vermehrt aus dem Untergrund kommt. Dabei wollte ich mit dem Hinweis auf die zyklische Entwicklung des Rap eigentlich nur eines sagen: dass sich nach dem Ende des Hip-Hop-Hypes mehrere zentrale Aushängeschilder wieder komplett auf ihre künstlerische Arbeit fokussieren – und dies mit tollen, erstaunlichen Resultaten. Dass wir gerade diese drei Alben vorstellen, liegt darin begründet, dass es sich unserer Meinung nach um besonders gelungene Werke aus der Nordwestschweiz handelt, die Liste erhebt daher keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Und persönliche Angriffe auf Künstler enthält der Artikel keine, also verstehe ich nicht wieso Sie, Walter Meier, als Reaktion darauf schreiben, ich hätte schon bei «früheren Arbeitgebern» schlechte Arbeit geleistet. Welche Artikel sind gemeint und warum haben diese nicht überzeugt? Dann kann ich darauf auch reagieren. Man kann sicherlich in der eigenen Meinung zu einem anderen Schluss kommen, das ist völlig legitim, aber persönliche Angriffe scheinen mir zumindest hier komplett fehl am Platz, weil es sich ja bei diesem Artikel um eine Würdigung handelt, und nicht einen Verriss.
Vom Narziss zum Goldmund: Die Renaissance des Schweizer Rap
2013-01-28 21:54:13Christian, ich glaube grundsätzlich sind wir nicht so weit voneinander entfernt in unseren Haltungen. Mich stört wie gesagt nicht, dass solche Themen aufgegriffen und inszeniert werden, sondern «wie», nämlich sehr explizit und in einer teils filmischen 'Ästhetik', die nichts ausblendet, sondern alles bis ins Letzte auf die Spitze treibt, ausreizt und ins ausgeleuchtete Scheinwerferlicht zerrt, was für mich eine unnötige, voyeuristische Komponente beinhaltet. Das Stück wurde übrigens auch bei der britischen Premiere von verschiedenen englischen Medien teils ziemlich harsch für genau dies kritisiert, für die überzeichnete, übersteigerte Gewaltdarstellung, die es ohne dramaturgische Notwendigkeit beinhalten würde, und auch Jörg Jermann hat in der bz von heute eine ganz ähnliche Kritik angebracht. Und keine Angst, ich unterstelle auch niemandem, erst recht nicht Sebastian Nübling, dass er Jugendliche absichtlich dazu missbraucht, um sich zu profilieren, sondern frage, ob es im Dienste der gezielten Provokation seiner Inszenierungen, d.h. der Aufmerksamkeitsökonomie, die er ja in Interviews jeweils selber bestätigt, wirklich notwendig und sinnvoll ist, ständig solche Grenzen zu überschreiten, oder ob man die Thematik nicht auf weniger konfrontative, einfühlsamere Weise aufarbeiten kann, als solche drastischen Gewaltakte explizit zu zeigen (zumal es sich ja nicht um eine 'wahre' Geschichte handelt, die sich so zugetragen hat). Auch mit meiner (eher leisen) Kritik an Theaterpädagogen meine ich nicht, dass sie Jugendliche bewusst überfordern wollen, sondern eher, ob es in diesem Alter überhaupt möglich ist, sich als unerfahrener Jungdarsteller im Vornherein im Klaren darüber zu sein, was es heisst, in einer solchen Inszenierung mitzumachen, und inwiefern eine solche Rolle einen (auch im Nachhinein) belasten könnte. Wir sind ja alle nicht aus Stein, und in der ersten Euphorie darüber, mit so einem Stoff auf der Bühne zu stehen verdrängt man möglicherweise auch einige negative Aspekte. So ging's mir, und mich hat auch niemand, erst recht kein Theaterpädagoge dazu gedrängt, dies zu tun - ich war mir schlicht vorher nicht darüber bewusst, wieviel solche Erfahrungen bei und in einem auslösen können, und ich war damit beileibe nicht alleine. Vielleicht liege ich aber auch falsch, und die Darsteller am JTB können heutzutage (auch dank deiner Unterstützung) alle viel besser damit umgehen. Ich finde es jedenfalls nicht nötig, immer zum Letzten zu gehen, genauso unnötig wie die Eskalation im Stück in die totale, unmenschlich brutale Gewalt, uund ich denke, das Stück hätte genausogut (oder sogar besser) ohne einen derart drastischen, gewalttätigen Akt funktionieren können, im Gegenteil: Vielleicht wären die ganzen Zwischentöne in der Persönlichkeit der Hauptperson und ihrer zunehmenden Verzweiflung sogar so viel besser zur Geltung gekommen. Ich würde mir jedenfalls etwas mehr Einfühlungsvermögen und Empathie (gerade auch mit dem zartbesaiteteren Zuschauer) und etwas mehr Zwischentöne statt Fesselspiele und gegenseitige Abschlachtereien wünschen, ich denke, gerade da hätte das Junge Theater durch seine jugendliche Intensität noch sehr viel Potential, in den Menschen auch ganz andere Gefühle auszulösen: nämlich echtes Mitleid oder Mitgefühl statt Schock, Entsetzen und Abscheu, und diese ganze existenzialistisch-nihilistische Schlaufe. (Es gibt diese Inszenierungen ja durchaus auch, nur stehen sie einfach viel weniger im Rampenlicht - z.B. wurde mir die Regiearbeit 'Tschick' von Suna Gürler mehrfach für ihre einfühlsame Charakterzeichnung empfohlen, ich konnte aber leider nie hingehen.) Und vielleicht ist die Zeit des Jungen Theaters als Ort der Konfrontation, Provokation und Grenzüberschreitung für mich auch einfach vorbei, genauso wie ich mir keine Horror- oder Teenieslasherfilme mehr anschaue und keine Ego-Shooter mehr spiele, weil ich merke, dass diese Welt schon gewalttätig genug ist, ich nichts positives dran finde und meine Zeit lieber mit Kulturgütern verbringe, die nicht das lustbetonte Auslöschen anderer Existenzen in graphic detail beinhalten. Wenn ich damit für andere nun ein Weichei oder Mimösli bin, ist das für mich übrigens völlig okay. Chacun à son goût.
Morgengrauen: Nüblings virtuose Verstörung
2013-01-28 20:06:12Danke für die Ausführungen und die weiteren Wortmeldungen! Ich bin keineswegs der Meinung dass die theaterpädagogische Jugendarbeit keine Grenzen hat, und ich will auch keinesfalls alle Theaterpädagogen über einen Kamm scheren – nur frage ich mich, wo die Theaterpädagogen zurzeit stehen, wenn eine solche Aufführung unter ihnen keinerlei Anlass zu Besorgnis gibt. Warum? ****** SPOILER ******* Im Stück schlägt die Hauptfigur ihrem Freund (d.h. Partner), der sie über alles liebt, und den sie zuvor gemeinsam mit ihrer besten Freundin gefesselt, geknebelt und gefoltert hat, mit einem Mikrofon, d.h. beinahe mit blosser Hand den Schädel ein und lacht im Anschluss darüber, dass es sich angehört habe, als ob eine Muschel krachend platzen würde. Später schleppen sie und ihre beste Freundin die aufgedunsene Leiche umher und reden (wieder kichernd) über seinen kaputten Kopf, wie aufgedunsen und fleckig er aussieht, und über die Maden, die bald aus ihm heraus quillen werden. Ist das realistisch und «normal», d.h. gesellschaftliche Realität, der man sich stellen muss? Sorry, nicht für mich. Nicht mal im Boulevardjournalismus lese ich solche Dinge. Für mich sind Szenen wie diese eine gezielte Provokation, von der ich nicht glaube, dass die Jugendlichen sie selber entwickelt haben, sondern 'mittelalterliche' Dramatiker, Dramaturgen und Regisseure. Und ich frage mich, warum ich mir so etwas freiwillig anschauen oder es gar mit Freuden gutheissen soll – und wo der Gewinn dieser Zelebration expliziter Gewaltdarstellung liegen soll. Ich bin nicht der Meinung, dass der Verzicht auf solche Szenen bedeutet, 'Wohlfühltheater' zu machen. Es gibt einen sehr, sehr grossen Bereich dazwischen. Logisch darf und muss Gewalt im Theater vorkommen können, auch Mord, auch Sexualdelikte oder Sexualmord, das bestreitet glaube ich niemand. Aber warum knapp oder noch nicht volljährige Jungschauspieler nicht ausnahmsweise, sondern regelmässig Gleichaltrige darstellen sollen, für die solche Handlungen scheinbar 'Realität' sind (siehe Johan Graber), und die sie in langen, ausführlichen Szenen nachspielen, und dies Abend für Abend, mehrere Dutzend Male oder mehr, erschliesst sich mir nicht. Vielleicht gab es insgesamt im letzten Jahrzehnt in Europa ein Dutzend Fälle, wo Jugendliche respektive noch nicht volljährige Mädchen derart bestialisch nahestehende Personen, die sie nicht bedroht oder verletzt haben, umgebracht haben. Das scheint mir daher kein 'drängendes' Problem der Jugend zu sein, auch nicht in einer gewissen, sicherlich legitimen Zuspitzung. Vielmehr scheint es mir eine Inszenierung, die von gewissen erfolgreichen amerikanischen Filmen (z.B. u.a. Tarantino, den ich übrigens sehr schätze) entlehnt ist und somit in erster Linie auf einen Diskurs innerhalb kultureller Genres verweist. Ich finde es daher nicht «Cutting Edge» oder mutig, Jugendliche solche Szenen nachspielen zu lassen, als wäre es eine Normalität, der man auf jedem Pausenplatz begegnet. Ich glaube, kein Jugendlicher würde nämlich zugeben wollen, dass ihm solche Darstellungen zu viel sind, ist es doch in diesem Alter durchaus von Vorteil, in solchen Momenten cool, nach aussen hart und unberührt auszusehen oder gar die Rolle des Antihelden / Bösewichts bewusst zu spielen. Das war bei mir selber nicht anders. Nur: Deshalb muss man dies meiner Meinung nach nicht unterstützen oder gar fördern. Ich bin nämlich nicht sicher, ob es die Jugendlichen nicht trotzdem heimlich überfordert, solche Rollen einzustudieren und wieder und wieder öffentlich zu spielen. (Bei mir war das nämlich der Fall, obwohl die Rolle dagegen völlig harmlos scheinen) «Cutting Edge» fände ich dagegen den Verzicht auf plakative und voyeuristische, explizite Gewaltdarstellungen, und das Ernstnehmen der ganz alltäglichen Sorgen und Nöte, die - soweit ich mich erinnere - für die Jugendlichen genügend existentiell sind, und ebenfalls Gewalt beinhalten können (z.B. sexuelle Nötigung, Mobbing, Schlägereien z.B.) ohne dass sie dabei jemanden während eines Dreiers fesseln, foltern und den Schädel einschlagen. Aber das ist meine persönliche Meinung, und man kann sicherlich anderer Meinung sein. Nur finde ich es zusammenfassend wirklich falsch, so zu tun, als wäre ein solches Theaterstück «ganz normal» und würde eine gesellschaftliche Realität abbilden, und als müsste man den erwachsenen Männern, welche solche Stücke inszenieren, dafür noch dankbar sein, dass sie dieser Realität in die Augen schauen.
Morgengrauen: Nüblings virtuose Verstörung
2013-01-28 13:48:43Eine kurze Klarstellung, da ich mich offenbar missverständlich ausgedrückt habe: Ich unterstelle Nübling keinerlei Verstörung, sondern stelle fest, dass er sein Publikum virtuos zu verstören vermag. Und keinesfalls will ich damit sagen, dass man sich das Stück nicht ansehen darf oder soll. Im Gegenteil: Wer sich dieser Verstörung aussetzen möchte, wird ein sehr intensives Stück Theater zu sehen bekommen. Ich glaube, genügend über Inhalt des Stücks und die anspruchsvolle Leistung des Ensembles geschrieben zu haben, dass man einen Eindruck von der Inszenierung bekommt. Aber ich glaube auch, dass man sein Unbehagen über diese Art der Inszenierung, die Beteiligten und Publikum alles abverlangt, und dabei die Schmerzgrenze (zumindest meine) beständig überschreitet oder verschiebt, äussern darf, ohne dass man dabei zwingend jemandem Unrecht tut. Ich habe hier eine Reihe Fragen aufgeworfen, die mich übers Wochenende nach der Inzenierung sehr beschäftigt haben, mich dagegen nicht über mein grundsätzliches Missfallen Jungen Theaters ausgelassen (was ich auch nicht so empfinde, im Gegenteil - ich habe selber vor einem Jahrzehnt mit viel Begeisterung in ähnlichen Inszenierungen mitgewirkt und eine Vielzahl von Ihnen in den letzten Jahren als Kritikerin sehr gelobt). Kritische Fragen zu stellen, so scheint mir, muss erlaubt sein – sonst kann man die Theaterrezensionen ja gleich abschaffen. Es würde mich daher freuen, wennn Du, Christian, mir eine inhaltliche Entgegnung liefern würdest, oder genauer ausführen würdest, was dich an meinen Fragen konkret stört, statt nur davon zu sprechen, dass ich mit meiner Meinung (welcher?) dem Ensemble Unrecht tue (warum?). Liebe Grüsse, Tara Hill
Morgengrauen: Nüblings virtuose Verstörung
2012-12-30 23:38:19Danke fürs Feedback! Zu unserer Auswahl vielleicht die folgenden Erläuterungen, sollte dies bisher nicht genügend klar geworden sein: 1) Unsere Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit – drum lautet der Titel auch bewusst «7 Musikereignisse des Jahres» und nicht «DIE 7 Musikereignisse». 2) Unsere Liste ist keineswegs bloss nach Youtube ausgerichtet, auch wenn Psy sicher das (!) Youtube-Ereignis des Jahres war (obwohl man sich natürlich über die musikalische Qualität der Darbietung durchaus streiten kann). Die Links sind vielmehr als Service gedacht, das heisst, als eine Einladung zum Reinhören – auch, weil man auf Youtube mittlerweile fast alle Stilrichtungen versammelt findet. 3) Wir sind keineswegs der Meinung, «nur» Elektro und Pop (oder an meiner Stelle: Techno und House) seien massgebend. Doch lässt sich kaum bestreiten, dass diese Genres 2012 – wie in früheren Jahren etwa Rock und Hip Hop – in vielerlei Hinsicht (medial, kommerziell, diskursiv) global gesehen dominiert haben. Das bedeutet natürlich nicht, dass in anderen Genres wie Jazz oder Klassik keine guten oder relevanten Alben veröffentlicht oder Konzerte gegeben wurden – im Gegenteil! Wir als Musikjournalistin aber beschränken uns in dieser kleinen Rückschau wohl am besten auf die Bereiche, die einerseits besondere Aufmerksamkeit genossen haben und in denen wir uns andererseits auch wirklich auskennen und ein Expertenurteil zutrauen. 4) Ergänzungen sind selbstverständlich jederzeit herzlich willkommen!
2012-01-31 20:32:07Danke für diesen hellsichtigen Kommentar: gut möglich, dass Du Recht behältst. Nur rasch zur Präzisierung: Ob die Viral-Kampagne von langer Hand geplant war oder nicht, ist für mich gar nicht matchentscheidend. Bei einer spannenden "Kampagne" mit überzeugendem musikalischen "Produkt" würde mich grundsätzlich auch nicht stören, wenn sie von einem multinationalen Unternehmen (nicht von der Künstlerin selbst) stammt. Der kometenhafte Aufstieg beweist ja gerade, dass auch nicht stromlinienförmige Acts mit der nötigen Unterstützung durchaus grossen Erfolg haben können. Dass jegliches kreative Potential dieser Künstlerin nun aber schon im Debüt wieder erstickt wird, um möglichst rasch möglichst viel Umsatz zu machen, ist für mich schlicht Zeugnis einer überaus zynischen Haltung Künstlern wie Konsumenten gegenüber. Klar ist diese Erkenntnis alles andere als neu - umso desillusionierender, dass eine derartige Strategie (zumindest kurzfristig) noch immer den erwünschten Erfolg zeigt.
2012-01-22 07:47:50Lieber Herr B., das "light" bezog sich in der Kritik auf die Leichtigkeit des Stücks und war in dieser Hinsicht genausowenig abwertend gemeint, wie die Tatsache, dass sich Wherlock hier sowohl bei der Musik wie auch beim Stück einige Freiheiten genommen hat. Ich danke Ihnen aber für Ihren Kommentar sowie die konkreten musikalischen Ergänzungen, die als Serviceleistung in der Kritik sicher nicht fehl am Platz gewesen wären, aber am Schluss von mir (vielleicht zu unrecht) weggekürzt würden, um den Artikel übersichtlich(er) zu gestalten. Mit freundlichem Gruss, Tara Hill
Wherlock light: Ein Wintermärchen
2011-12-27 20:43:50Ich bin neugierig: Was wären denn Ihre Songs des Jahres? Und wozu wetzen Sie das Tanzparkett ab? Meine Wenigkeit zumindest hält nämlich das Gros der hier versammelten Songs für ausserordentlich tanzbar. Sollten wir aber den ultimativen Sohlenschleifer des Jahres vergessen haben, sind wir natürlich froh um entsprechende Erinnerungshilfe!
7 Lieder für den Soundtrack zum Jahr
2011-11-04 02:49:42Liebe Frau Glass, vielen Dank für Ihren Input. Dies ist auf jeden Fall unser Ziel! So hoffe ich, dass es mit meinem in der morgigen TagesWoche erscheinenden Artikel über eine neue Generation junger Basler Clubbetreiber, und den Hürden, mit denen ihre alternative Ausgehlokalen zu kämpfen haben, gelingt, eine Diskussion über die Entwicklung des Basler Nachtlebens, über den Umgang mit veränderten Ausgehgewohnheiten, zu lancieren. ("Adieu, Anarchie!", S.46ff.) Mit freundlichem Gruss, Tara Hill, Kulturredaktorin TagesWoche
Aargauer Eventagentur verklagt Rheinsalinen
2011-10-31 21:59:23@Oliver Herzlichen Dank für das sehr differenzierte Feedback. Und: Autsch! Du hast vollkommen recht, Egoexpress waren ein Duo. Weil es auch schon einige Jährchen her ist, als ich sie zum letzten Mal sah, hatte ich das (evtl. auch dem Namen geschuldet) falsch im Kopf. Zu Night Jewel und Cooly G: Mir gefällt, was die beiden Damen produzieren! Von ihren Live-Auftritten hatte ich trotzdem etwas mehr erwartet - und war mit meiner Einschätzung glaub ich auch nicht alleine. Vielleicht wäre ihr Sound aber im Clubraum auch einfach besser zur Geltung gekommen als in der halbleeren Konzerthalle. Ich denke, über die Art von "Dubstep" (Was ist Dubstep eigentlich genau, was alles umfasst dieses Genre? Ich muss zugeben, auch für mich als Kritikerin immer wieder eine schwierige Frage...) eines Hudson Mohawke kann man sehr geteilter Meinung sein. Auf mich wirkte der Sound sehr hektisch. Auf keinen Fall wollte ich allerdings mit meiner Beschreibung der Hud-Mo-Fans diese disqualifizieren. Es ging mir darum, darauf hinzuweisen, dass der Sound am Samstagabend ein ganz anderes, jüngeres Publikum anzog. Und damit klarzustellen, dass mir der Sound zwar nicht gefiel, anderen aber sehr wohl - was möglicherweise aber eben auch mit Hörgewohnheiten und Alter zu tun hat. Auch wenn mein Fazit also durchaus subjektiv war, hoffe ich, dass es a) einen fairen Überblick über die Acts verschafft b) Raum lässt, über die Entwicklung der elektronischen Musik, zu diskutieren. In dieser Hinsicht: Nochmals Danke für dein Feedback - mögen andere, die ebenfalls mit meiner Wertung nicht einverstanden sind, sich davon inspirieren lassen und mitdiskutieren. Denn dies ist ja unser Ziel: Dass die TagesWoche zur Diskussionsplattform wird, in der unsere Meinung durchaus auch in Frage gestellt, ergänzt oder kontrastiert werden soll. Schönen Abend!
@Giacun Vielen Dank fürs tolle Feedback, das freut mich sehr - ein echter Aufsteller! @Jonas Tatsächlich: eine wahre und drum wichtige Ergänzung.
